Donnerstag, 29. März 2012

Deepwater Horizon - Förderplattform Elgin - Warum man aus Profit den Planeten...

... und Lebenraum von Mensch und Tier vernichtet.

Viele erinnern sich sicherlich noch an die Katastrophe der Deepwater Horizon. Viele aber auch nicht, weil man gerne ausblendet was einem unwichtig erscheint. Man ist nicht betroffen gewesen und wenn man betroffen war, kann man im nachhinein mit Geld alles aus der Welt schaffen.

So titelt die SZ am 03.03.2012
Der Ölkonzern BP wird Privatleuten und Firmen 7,8 Millarden US-Dollar an Entschädigungszahlungen für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko leisten.


Es ist doch so einfach, da werden Millarden an bedruckten Geldscheinen bereit gestellt und schon scheint die ganze Sache erledigt zu sein. Zwischen vier und fünf Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl, liefen 87 Tage lang ins Meer. Firmen, Kommunen und Privatleute bekommen jetzt Geldscheine, über die sie sich erfreuen, aber keiner fragt danach was diese Katastrophe für den Planeten, Natur und Tier bedeutet hat. Mit Geld scheint es nach wie vor immer die HEILE WELT zu geben.

Nun ja was schert uns auch die Umwelt, die Natur und die Tier auf diesem Planeten, wenn wir als Menschen meinen das Sagen zu haben und zerstören können was und wie wir wollen. Der Baum, Strauch und das Tier können sich nicht wehren. Und so geht es weiter mit der langsamen Zerstörung unseres geliehenen Lebensraumes...

SZ vom 12.08.2011
Ölkatastrophe im Gelben Meer weitet sich aus.
Die Behörden reagierten zu spät, der Ölkonzern hat versagt: Wochenland schwieg die chinesische Ozean-Verwaltung über Lecks auf dem Ölfeld im Gelben Meer. Bloggern ist es zu verdanken, dass die Naturkatastrophe überhaupt publik wurde. Doch der Schaden an der Umwelt ist möglicherweise noch viel größer als bislang bekannt.


So geht es auch. Erst mal verschweigen und mal schauen ob jemand etwas merkt. Dem Bericht zufolge war zuerst die Rede von 1500 Barrel Öl welches ausgetreten sein soll, der Betreiber ConocoPhilips korrigierte dann aber die Zahl auf 2500 Barrel (je 159 Liter). Insgesamt 4250 Quadratkilometer seien betroffen, dazu kämen 3400 Quadratkilometer die in geringem Maße verunreinigt seien. Ich frage mich nun, muss man da eigentlich Schadenersatz an die Meeresbewohner leisten, eher nicht, die können nicht vor Gericht ziehen. In jedem Fall sind wieder einige Quadratkilometer des Planeten der Profitgier zum Opfer gefallen. Macht nicht, wird jeder meinen, denn es betrifft mich nicht.

Nun aber weitermachen. Ab in die nächste Katastrophe, eine akutelle. Dieses Mal ist es das Unternehmen Total welches eine Katastrophe abzuwenden hat oder am Ende in der Verantwortung steht.

SPON meldet heute dazu recht reißerisch wie es sich gehört
Leck an Nordsee-Bohrinsel: "Die haben Bammel, dass Ihnen das Ding um die Ohren fliegt". Hört sich gut an und fördert die Klicks auf diesen Artikel, der jetzt unter Wissenschaften zu finden ist.
SZ macht auch mit und meldet ebenfalls mit einer reißerischen Überschrift
Gasleck an Bohrinsel in der Nordsee: "Total rüstet sich für Explosion an Elgin-Plattform"


Hier bleibt nun abzuwarten wann uns der Planet letztendlich wirklich um die Ohren fliegt. Die Gazetten haben etwas zu berichten und einen Aufhänger, eine spannende Geschichte, die auch nach einem Jahr niemanden mehr interessieren wird. Genauso wie Fukushima nicht, diese Katastrophe diente ebenfalls nur gewissen Machthabern. Den Medien als Aufmacher, den Parteien als Steilvorlage für damals anstehende Wahlen und dem Hals über Kopf aussteigen aus der Atomenergie. Heute berichten die Gazetten hin und wieder einmal, aber sie sagen uns nicht wie belastet unsere Umwelt ist aufgrund der Katastrophe.

Das sind meines Erachtens kleine Beispiele von dessem was wir diesem Planeten bescheren um Profit zu machen. Diesen machen aber niemals die "kleinen" sondern riesige Ölkonzerne und ein paar Menschen denen diese Unternehmen gehören. Und diesen Menschen interessiert es einen Kehrricht wie es Mensch, Tier und Natur geht. Wie Lebensraum zerstört wird, Hauptsache die buntbedruckten Geldscheine flattern denen ins Haus. Und während diese Unternehmen das Recht haben diesen Planeten zu zerstören, sind die Bürger in Deutschland richtig besorgt wenn der Nachbar raucht, das muss unterbunden werden, denn das schadet. Alles andere scheint in Ordnung zu sein.

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