Dienstag, 31. Januar 2012

Brände im Umkreis von Bremen, die es in sich haben.

Am 15.01.2012 gegen 21.00 brannte unweit von Bremen, die Discothek "Capitol" bis auf die Grundmauern nieder. Diese Diskothek war ein sehr bekanntes Event gerade für die Jugendlichen, die aus Bremen zu der Disco anreisten, von den Einwohner in Oyten und des Umlandes ganz zu schweigen. Es war sicherlich für viele junger Menschen eine Tradition, sich am Wochenende für einem Besuch der Disco zu verabreden. Nun ist sie Opfer eines Flammenmeers geworden.

Hier ein entsprechender Link zu der Seite BremenReporter.de welche sich vor Ort befanden und das Szenario filmten


Laut Bild (Ausgabe 17.01.2012) gibt es bereits im sozialen Netzwerk eine erste Selbsthilfegruppe und ebenfalls schreibt Bild, dass die Diskothek erst vor kurzem mit einer neuen Brandmeldeanlage versehen wurde, die scheinbar nicht funktionierte. Der Bürgermeister von Oyten, Manfred Cordes, erklärt selber in jungen Jahren in diese Diskothek gegangen zu sein, weint aber eher um den Verlust seiner Steuereinnahmen.

Bild: Auch Oytens Bürgermeister Manfred Cordes war entsetzt. "Ich bin in meiner Jugend selbst öfters ins Capitol gegangen, es ist schlimm für den Ort, Steuereinnahmen fallen weg."

Für das Örtchen Oyten ist das sicherlich ein herber Rückschlag. Für die Dauergäste und die Mitarbeiter ist es denke ich aber ein noch herberer Rückschlag und sicherlich dachte in diesem Momenten keiner daran, dass dem Bürgermeister Steuereinnahmen wegbrechen würden. Zumal man heute überlegen muss, wozu denn überhaupt diese Steuereinnahmen dienen, sicherlich nicht dem "kleinen" Mann im Örtchen Oyten. Und was einem Bürgermeister wichtiger hätte sein müssen, ist der Umstand, dass es nicht zu einer Tragödie gekommen ist oder wäre, wenn das Capitol zu diesem Zeitpunkt geöffnet gewesen wäre.

Die Nacht der Katastrophe...



Der Tag danach....




So wird es vielen in Erinnerung bleiben...




Erstaunlich dann die nächste Meldung. Der Ort Sandstedt. Dort brannte ebenfalls ein Gebäude der Gastronomie bis auf die Grundmauern nieder, die Weser Oase, ebenfalls am 15.01.2012. Wie aus dem Video bei Youtube zu hören ist, war es dass einzige in Sandstedt befindliche Gastronomieunternehmen.


Beide Betriebe hatten eines gemeinsam, es waren Anziehungspunkte. Man kannte diese Locations und sie waren in aller Munde.

BremenReporter stellte dazu folgendes Bildmaterial zur Verfügung:




Vor dem Brand...



Heute nun die nächste Meldung. Die kam aus Heeslingen. Dort brannte es bereits am 12.01.2012 und nun heute wieder.

UPDATE:

Wie BremenReporter mitteilt erneut ein Feuer in einem Unternehmen in Syke.Geschehen am 27.01.2012.... siehe hier

Feuer in Syker Baustoff- und Holzhandel




Und monatlich grüßt das Murmeltier oder das Jobwunder

Am Ende eines jeden Monats gibt die BA die neuesten Arbeitslosenzahlen bekannt. Diese schaue ich mir schon lange nicht mehr an, weil mir bewusst ist, mit welchen Mitteln und Tricks diese Statistiken und Meldungen geschönt werden. SPON spielt hier mal wieder sehr effektiv seine Vorreiterrolle wenn es darum geht das Volk medial zu verdummen....


Immer wenn ich derartige Artikel lese, oder bereits eine solche Überschrift lese, kommt mir das kalte Grausen und ich frage mich immer wieder, wie lange können diese Lügen noch aufrecht erhalten werden. Auf der anderen Seite wundert es mich dann aber ebenso nicht, wenn Deutschland dann auch durchaus in der Lage ist, einen Großteil der EU-Schulden zu übernehmen. Diesem Land geht es gut, den Menschen geht es gut, alles ist prima. So, oder anders wird es uns suggeriert, so, oder anders meinen es auch sehr viele Bürger dieses Landes, welche mittlerweile schon so TV verstrahlt sind, dass sie garnicht mehr anders können. Was die Medien schreiben und sagen muss stimmen, basta.

Wenn man sich nun das Zitat des SPON genau durchliest dann weiß man auch wie das sogenannte Jobwunder entsteht...

"Auf jeden Fall sind der Arbeitsagentur zufolge die Jobchancen von Arbeitslosen zum Jahresbeginn 2012 so gut wie schon lange nicht mehr. Die Zahl der offenen Stellen sei sehr groß, berichtete die BA am Montag. Der Grund sei die stabile wirtschaftliche Situation in Deutschland. Offene Stellen gibt es demnach vor allem bei den Zeitarbeitsunternehmen - seit Monaten stammt jede dritte Stelle aus dieser Branche. Zusätzliche Kräfte suchten außerdem der Groß- und Einzelhandel, Bauinstallationsbetriebe, die Gastronomie, aber auch Kliniken, Pflegeheime und Pflegedienste sowie Sozialeinrichtungen..."

Ich wage zu bezweifeln das es sich bei dem Jobwunder nur um jede dritte offene Stelle handelt, die aus der Zeit- und Leiharbeitsbranche stammt. Und selbst wenn dem so sei, kann man sich vorstellen, wieviele Menschen zusätzliche Transferleistungen vom Staat in Anspruch nehmen müssen. Hier seien nicht die Alleinstehenden erwähnt, denn denen steht schon lange nur das minimale vom minimalen zu sondern hier sind es die Familien, die von Transferleistungen profitieren. Diese Dinge werden bei dem Jobwunder genauso wenig erwähnt, wie die Umstände mit welchen Mitteln, Zeiten und Löhnen die Menschen bei diesen sogenannten "Sklavenanbietern" zu arbeiten haben. Da hilft auch sehr wenig einen sogenannte "Lohnuntergrenze" durchzusetzen die dann bei 8,50 €/Stunde liegt.

Die Politiker und die BA rühmen sich mit einem Umstand, den sie geschaffen haben, nämlich das reguläre Arbeitsplätze in Deutschland vernichtet wurden. Auf der Webseite meiner Stadt habe ich gerade unter Stellenangebote folgende Erkenntnis machen müssen:

Angebotene Stellen gesamt 30
Davon Personaldienstleister/Zeitarbeitsfirmen 26 Angebote
Davon direkte Angebote von Firmen 4 Angebote

Wie jeder mittlerweile weiß, arbeiten diese Unternehmen nach den Tarifen BZA/IZG-DGB, also Tarifverträgen welche die Stundenlöhne vorgeben. Diese beginnen bekanntlich bei 7,83 €/Stunde. Und wenn nun der SPON oder die BA meint das jede dritte Stelle aus der Zeitarbeitsbranche kommt, dann sollte diese sich mal schlau machen und nachforschen, bevor solche Behauptungen aufgestellt werden. Am obigen Beispiel sieht man, dass es eben schon fast jede Stelle ist, die durch Ausbeuterfirmen besetzt wird. Ansonsten hätte ich auf der Webseite 10 Angebote finden müssen die von Zeitarbeitsfirmen ausgeschrieben werden.

Natürlich boomt das Jobwunder in Deutschland, es boomt, weil man es schön redet und der deutsche Michel sich gerne Honig um den Bart schmieren lässt. Nachdenken, nach- und hinterfragen ist einfach zu schwer geworden in Deutschland.

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